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Wege zum Erfolg nach Corona

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Erfolg nach Corona - Success after Corona
Mit Geld allein ist der Erfolg nach Coro­na nicht sicher­ge­stellt. Erleich­ter­te Kre­di­te und Zah­lungs­auf­schub sor­gen erst für Liqui­di­tät. Erfolg bedingt aber Belast­bar­keit, ein Geschäfts­mo­dell mit funk­tio­nie­ren­der Lie­fer­ket­te, effi­zi­en­tem Betrieb und mar­gen­träch­ti­ger Kun­den­ab­satz, neben einer star­ken Bilanz­struk­tur. Geschäf­te und Berei­che, die in den Wert­schöp­fungs­ket­ten gut posi­tio­niert sind, könn­ten durch die Ver­wer­fun­gen, die beschleu­nig­te tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung und online Ver­la­ge­rung der Geschäfts­mo­del­le Markt­an­tei­le gewin­nen. Ande­re wer­den sich neu aus­rich­ten müs­sen. Auch die letz­ten insol­venz­recht­li­chen Ver­ein­fa­chun­gen kön­nen dabei hel­fen, das Gute zu ret­ten.
Die Coro­na-Pan­de­mie hat Unter­neh­men erheb­li­che Her­aus­for­de­run­gen gestellt. Das Ende ist zudem noch nicht sicher abseh­bar. Kurz­ar­beit­gel­der, garan­tier­te Covid-Dar­le­hen, Ent­schä­di­gun­gen und ver­schie­de­ne recht­li­chen Erleich­te­run­gen wie in der Schweiz die vor­läu­fi­ge Ent­bin­dung von der Über­schul­dungs­an­zei­ge und die COVID-19-Stun­dung hel­fen, Zeit zu gewin­nen, um Fol­gen abzu­fe­dern. Die CH Mass­nah­men sind mit sol­chen in D, A, UK, E, usw. ver­gleich­bar. Die mas­si­ven staat­li­chen Hilfs­pa­ke­te soll­ten zumin­dest hel­fen, eine Kon­kurs­wel­le zu ver­zö­gern und ein­zu­schrän­ken. Vie­le KMU müs­sen trotz­dem um ihre Exis­tenz kämp­fen. Dass in der Schweiz vie­le COVID Kre­di­te bean­sprucht wur­den, ist sinn­voll, kann aber auch auf knap­pe Reser­ven hin­wei­sen. Neben star­kem Eigen­ka­pi­tal braucht es für den Erfolg nach Coro­na auch gesun­de Betriebs­mar­gen und fort­ge­schrit­te­ne Digi­ta­li­sie­rung des Geschäf­tes, oder zumin­dest digi­ta­le Bereit­schaft und Trans­for­ma­ti­on um die Belast­bar­keit der Unter­neh­men zu sichern. Unter­neh­men, die sol­che Belast­bar­keit in der Kri­se nicht vor­wie­sen, konn­ten durch staat­lich garan­tier­te Kre­di­te den­noch Liqui­di­tät sicher­stel­len. Damit sol­len sie sich wie­der stra­te­gisch erfolg­reich inner­halb der Wert­schöp­fungs­ket­te posi­tio­nie­ren kön­nen. Falls durch die Kri­se auch die Bilanz­struk­tur gra­vie­ren­den Scha­den erlit­ten hat, erlaubt die Covid 19-Ver­ord­nung zum Insol­venz­recht im 2020 ein hal­bes Jahr lang, dass sich Unter­neh­men dis­kret sanie­ren, ohne eine all­fäl­li­ge Über­schul­dung anzei­gen zu müs­sen. Bei der Fest­stel­lung der Über­schul­dung sind die staat­lich besi­cher­ten COVID-19 Kre­di­te nicht dem Fremd­ka­pi­tal anzu­rech­nen. Klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men, wel­che nicht damit rech­nen kön­nen, die Kapi­tal­an­for­de­run­gen bis Ende 2020 wie­der­her­zu­stel­len und nicht den Kri­te­ri­en für die ordent­li­che Revi­si­ons­pflicht ent­spre­chen, haben tem­po­rär Zugang zu einer ver­ein­fach­ten, prak­tisch vor­aus­set­zungs­lo­sen pro­vi­so­ri­schen Covid 19-Stun­dung erhal­ten, wel­che Lohn­for­de­run­gen und Ali­men­ten­an­sprü­che, sowie Sis­tie­rung von Pro­zes­sen und Auf­lö­sung von Dau­er­schuld­ver­hält­nis­sen aus­klam­mert, und so eine beschränk­te­re Wir­kung als eine ordent­li­che pro­vi­so­ri­sche Nach­lass­stun­dung mit Sach­wal­ter hat. Die Nach­lass­stun­dung steht auch in der Fol­ge noch offen und kann nun tem­po­rär eben­falls ohne pro­vi­so­ri­schen Sanie­rungs­plan und für sechs Mona­te bean­tragt wer­den. Im Rah­men von Sanie­rungs­mass­nah­men kann eine Stun­dung auch den Ver­kauf eines Unter­neh­mens­teils als „Pre­pack“ begüns­ti­gen. Mehr dazu folgt noch. Oder fra­gen Sie uns ein­fach. Vie­le Unter­neh­men mit zu hohem Ver­schul­dungs­grad, vor allem im oder im Zusam­men­hang mit der hart getrof­fe­nen Tou­ris­mus­bran­che, könn­ten nicht über­le­ben und zu einer Wel­le von Not­ver­käu­fen füh­ren. Somit bestehen für die Unter­neh­men Hilfs­mit­tel zur finan­zi­el­len Sanie­rung, um auch die Bilanz­struk­tur für die Zukunft aus­zu­rich­ten. Dies mag vor der Kri­se gut posi­tio­nier­ten Unter­neh­men aus­rei­chen für den Erfolg nach Coro­na, wenn die Lie­fer­ket­te und die Ver­fas­sung der Kun­den ohne Scha­den geblie­ben sind. Wenn jedoch bereits vor der Kri­se eine nicht star­ke Posi­tio­nie­rung, knap­pe Mar­gen, hohe Ver­schul­dung oder auch danach, Ver­wer­fun­gen bei Lie­fe­ran­ten und Kun­den fest­zu­stel­len war, reicht weder Liqui­di­tät noch finan­zi­el­le Restruk­tu­rie­rung, ohne auch wirk­sa­me Anpas­sun­gen am Geschäfts­mo­dell. Geschäft­lich stra­te­gi­sche, struk­tu­rel­le und ope­ra­tio­nel­le Fra­gen ste­hen für das Unter­neh­men wei­ter­hin im Vor­der­grund. Eine finan­zi­el­le Sanie­rung bringt wenig, wenn sie nicht ein zukünf­tig erfolg­rei­ches Geschäft ermög­licht. Nun ist der Zeit­punkt, wo die anste­hen­den Ver­än­de­run­gen ange­packt wer­den müs­sen. Spre­chen Sie mit uns dar­über.